Kräuter, Naturkosmetik

Rotklee Creme mit duftender Rose und feine Rotklee Salbe – Gutes für die Haut

3. Juni 2018
Rotklee Creme & Salbe

Vor zwei Wochen habe ich euch einiges über den Rotklee erzählt. Die wunderschön rosa leuchtende Blüte ist ein guter Nektarlieferant für unsere Insekten. Für das Weidevieh geizt er nicht mit seinen Inhaltsstoffen und sorgt mit viel Eiweiß für Kraft und Energie. Dennoch geht er meistens unter und ihm wird nicht so viel Beachtung geschenkt. Dabei ist es schade, auch für unsere Gesundheit kann er so einiges tun. Besonders geschätzt ist er wegen seiner Phytohormone, die dem weiblichen Östrogen sehr ähnlich sind. Bei Wechseljahrsbeschwerden wird er gerne innerlich eingenommen, um den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen! Für unsere Haut hat er auch so einiges zu bieten und das Rotkleeöl und die Rotkleetinktur vom letzten Beitrag werden in eine leichte Rotklee Creme und in eine Rotklee Salbe verwandelt!

feine Rotklee Creme & Salbe

feine Rotklee Creme & Salbe

 

Rotklee für die Haut

Für die Haut ist er sehr wertvoll, denn er wirkt hautregenerierend und antioxidativ. Außerdem bringt er den Zellstoffwechsel der Haut wieder in Schwung. Dafür verantwortlich ist der hohe Anteil an Isoflavonen, die ebenfalls zu den Phytohormonen zählen.

Gerne wird er auch bei chronischen Hauterkrankungen, wie der Schuppenflechte verwendet. Aber auch bei Ekzemen oder anderen Hauterkrankungen wird er gerne eingesetzt.

Rotklee Creme mit feiner Rose

Rotklee Creme mit feiner Rose

 

Leichte Rotklee Creme mit feiner Rose

Heute habe ich zwei Rezepte für euch, das erste wird eine leichte Creme sein, mit Rotkleeöl und Rotkleetinktur. Das zweite Rezept wird eine einfache Rotklee-Salbe sein, die besonders wertvoll bei Schuppenflechte ist.

Die Rotklee Creme beinhaltet Rotkleeöl und Rotkleetinktur, die antioxidativ und hautregenerierend wirken. Gemeinsam mit dem Rosenhydrolat und dem ätherischen Rosenöl wird das eine wunderbare, leichte Creme für die kommenden Sommertage!

Zutaten für die Rotklee Creme 50g

  • Fettphase:
    • 7,5g Rotkleeöl
    • 2,5g Sheabutter
  • Wasserphase:
    • 25g destilliertes Wasser
    • 10g Rosenhydrolat
  • Emulgator:
    • 1,5g Emulsan
  • Hilfs- und Zusatzstoffe:
    • 0,25g Xanthan
    • 0,25g Cetylalkohol
    • 2,5g Rotklee Tinktur
    • 0,5g Rokonsal (Konservierer)
    • 5 Tropfen ätherisches Rosenöl (10%)
  • Alkohol zum Desinfizieren
  • Milchsäure zum Einstellen des pH-Wertes

Herstellung der Rotklee Creme

  • Zunächst werden alle Arbeitsgeräte, Behälter und Tiegel mit Alkohol desinfiziert.
  • Rotkleeöl, Sheabutter, Emulsan und den Cetylalkohol abwiegen und in einem hitzebeständigen Glas im Wasserbad sanft schmelzen lassen.
  • Das destillierte Wasser und Rosenhydrolat ebenso abwiegen. Einen Löffel davon beiseite nehmen, das benötigen wir für das Xanthan. Das restliche Wasser in ein weiteres Glas geben und im Wasserbad erhitzen.
  • Den Löffel Flüssigkeit, sowie die Rotkleetinktur vermischen und darin das Xanthan einrühren und quellen lassen.
  • Haben Fettphase und Wasserphase eine Temperatur von 65-70 Grad erreicht, können sie vom Herd genommen werden.
  • Die Fettphase wird nun mit der Wasserphase verbunden. Dazu die Wasserphase in die Fettphase leeren und mit einem Mixer hochtourig 3-4 Minuten schlagen. Beide Phasen verbinden sich.
  • Um die Creme noch etwas fester zu machen, wird das gelöste Xanthan ebenfalls mit dem Mixer untergerührt. So lange mixen, bis sich alles gut verbindet.
  • Die Creme auf Handwärme abkühlen lassen.
  • Mit einem Spatel Rokonsal und das ätherische Öl nach und nach unterrühren. Eventuell nochmals mit dem Mixer kräftig aufschlagen.
  • Den pH Wert messen und eventuell mit der Milchsäure auf rund 5,4 einstellen.
  • Die Creme in eine Spenderflasche oder in einen Tiegel abfüllen. Sie hat eine Haltbarkeit von ca. 6-8 Wochen.

tolle Konsistenz der leichten Creme

tolle Konsistenz der leichten Creme


 

Rotklee Salbe

Für die Salbe dient das Rotklee-Öl als Basis. Ein wenig Tinktur wird ebenfalls noch eingerührt. Sie wird gerne bei Schuppenflechte oder Ekzemen verwendet.

Rotklee Salbe

Rotklee Salbe


 

Zutaten für die Rotklee Salbe 50g

  • 43g Rotkleeöl
  • 2g Rotkleetinktur
  • 5g Bienenwachs
  • 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Zubereitung der Salbe

  • Zunächst werden alle Arbeitsgeräte, Behälter und Tiegel mit Alkohol desinfiziert.
  • Das Öl und das Wachs abwiegen und in einem feuerfesten Glas im Wasserbad erhitzen.
  • Sobald das Wachs geschmolzen ist, vom Herd nehmen und leicht überkühlen lassen.
  • Am besten mit einem Spatel die Salbe für ein paar Minuten händisch rühren. Danach die Tinktur & das ätherische Öl in kleinen Portionen hinzugeben und gut verrühren, bis sich alles gut verbunden hat.
  • Zum Schluss in Tiegel abfüllen und erst dann verschließen, wenn die Salbe komplett abgekühlt ist. Die Haltbarkeit richtet sich nach dem verwendeten Öl vom Rotkleeöl.
wunderbare Rotklee-Produkte

wunderbare Rotklee-Produkte

 

Wie ihr seht, kann man mit dem Rotklee so einiges machen. Daher darf man dem Rotklee ruhig ein wenig mehr Beachtung schenken 🙂 Ich wünsche euch viel Freude beim Herstellen der Produkte,

 

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Disclaimer! Die von mir zur Verfügung gestellten Informationen werden mit aller Sorgfalt zusammen getragen. Die Hausmittel und Rezepturen ersetzen aber keinen Besuch beim Arzt. Bei unklaren oder heftigen Gesundheitsbeschwerden gehe bitte unmittelbar zum Arzt. Bei Schwangeren und Kindern immer vorher eine Anwendung oder Einnahme mit dem Arzt abklären. Wenn du meine Rezepte und Anleitungen nachmachst, dann machst du das auf eigene Gefahr.

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2 Comments

  • Reply Tanja von mx | living 3. Juni 2018 at 15:50

    Hallo liebe Doris,
    das hört sich richtig gut an! Bisher habe ich mich noch nicht an das Mischen von Salben und Tinkturen herangewagt, aber langsam wird es doch Zeit!
    Die Etiketten sind sehr schön geworden, designst Du die immer selber?
    Wünsche Dir einen schönen Sonntag und sende Dir viele liebe Grüße
    Tanja

    • Reply Doris Kern 10. Juni 2018 at 8:23

      Liebe Tanja,
      vielen lieben Dank 🙂 Wenn man einmal damit anfängt, dann kann man nicht mehr aufhören und es ist ein so schönes Hobby 🙂
      Ja, die mache ich immer selber – habe dafür aber einige Hintergründe und Grafiken, die ich immer wieder verwende.
      Dir auch einen wundervollen Sonntag und ganz liebe Grüße zu dir,
      Doris

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